Papst - Messe in München-Riem am 10.09.2006

Wir waren dabei!

KATHOLISCHE PFARRGEMEINDE
ST. MICHAEL SCHWABHAUSEN
LIVE BEI DER PAPST- MESSE!

Tagesablauf und Eindrücke
von unserem einmaligen Gemeinschaftserlebnis


           Über 250.000 Menschen feiern Gottesdienst mit dem Papst

Für Viele von uns durchaus ungewöhnlich, beginnt dieser Sonntag doch sehr früh! Der Grund ist allen bekannt: An diesem 10. September 2006, feiern 250.000 Menschen in München auf dem Messegelände in Riem,
die heilige Messe mit dem Oberhirten unserer Kirche, dem Nachfolger Petri, dem Vikar Christi auf Erden, mit Benedikt XVI., unserem heiligen Vater!

Und wir wollen bei dieser einmaligen Gelegenheit dabei sein!

6 Uhr 15: Der Bus ist fast voll. 50 Pfarrmitglieder haben sich rechtzeitig angemeldet, um mit dem Bus mitfahren zu können. Andere sind eigenständig noch früher mit Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hingefahren. Um 6 Uhr 25 steigen die Fahrgäste aus Puchschlagen zu.

Noch ein notwendiger Halt ist erforderlich, um die Pilgerinnen und Pilger aus Rumeltshausen und Stetten aufzunehmen, dann setzen wir unsere Fahrt zum bevorstehenden Ereignis des Tages fort.

Unser Seelsorger, Kurat Dr. Mvuanda Jean de Dieu begrüßt die Businsassen, widmet den ganzen Tag der guten Vorsehung Gottes und wünscht allen Mitreisenden ein wunderschönes und unvergessliches Erlebnis.

Um ca. 7 Uhr 30 parken wir auf dem Umschlagsbahnhof in Riem. Ein großer Menschenstrom bildet schon eine lange Reihe. Dank der hervorragenden Organisation verläuft alles gesittet und ordentlich. Langsam, jedoch ohne Stress und Hektik, bewegen wir uns vorwärts. Um 8:00 Uhr erreichen wir den für uns reservierten Sektor S1. Man muss ein bisschen weiter vorrücken, um die Altarinsel besser sehen zu können. Zum Glück ist ganz in der Nähe eine Großbild-Leinwand errichtet. Darauf können wir zusätzlich das Geschehen live und fast in Lebensgröße verfolgen.

Die Stimmung auf dem Messegelände ist einfach unbeschreiblich. Um 9 Uhr 30 erreicht der Konvoi mit dem Papst und seinem Gefolge das Areal. Sofort erschallt von überall der Ruf "Benedetto! Benedetto!..." Jeder versucht ihn im Vorbeifahren zu sehen. Das Papamobil fährt den Gang um die Altarinsel von links nach rechts bis zur Sakristei. Das ist für uns Schwabhausener ideal: wir alle können den Papst sehr nah sehen, ihm nahe sein!

Pünktlich um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst. Der Gastgeber Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising, begrüßt den Papst. Anschließend bedankt sich der heilige Vater für diesen freundlichen und herzlichen Empfang.

Benedikt XVI.:
 "Ich danke Gott für diese schöne Heimat und für die Menschen,
die sie zur Heimat gemacht haben und machen."

Dann lädt er uns alle ein, mit ihm, den 250.000 anwesenden Christen und der ganzen universalen Kirche diesen einmaligen Gottesdienst zu feiern.

Die Atmosphäre wird zum Gebet. Die Chöre sind einfach himmlisch.
"Qui bene cantat bis orat" – „Wer gut singt betet zweimal“ – so die Übersetzung, und er unterstützt dabei auch die Anderen in ihrem Gebet. Das konnte man bei dieser Messfeier hautnah erfahren.
Auch die Mitsingenden spüren und erleben mehr und mehr die Glaubensgemeinschaft.

In seiner Predigt unterstreicht der Papst die Notwendigkeit der Gegenwart Gottes in unserer Zeit, in jedem von uns. Eine gottlose Welt bedeutet Unheil. Die heutige Mission der Kirche besteht unter anderem darin, Gott überall sichtbar zu machen. Der Heilige Vater überbringt den Dank von Christen aus Afrika und Asien, für die bedeutsame Hilfe, die sie aus Deutschland bekommen. Er bedauert aber auch die Tatsache, dass er von afrikanischen Bischöfen Hinweise bekommen hat, dass man in Deutschland zwar rasch helfe, wenn es um humanitäre oder soziale Projekte ginge, aber dass man sich gleichgültig gebe, wenn es sich um pastorale Projekte handele.
Dies zeige, dass Anliegen Gottes und der Kirche als nicht mehr so wichtig beachtet werden.
Den Brief des Apostels Jakobus kommentierend, sagt und mahnt der Papst:
„Die Liebe hat direkt mit der Gerechtigkeit zu tun; in anderen Worten:
mit der Aufmerksamkeit auf die Anderen und auf das, was ihnen heilig und sakral ist“.

Nach dem feierlichen, unvergesslichen Gottesdienst können wir nur sehr mühsam in dem erneuten Menschenstrom das Messgelände wieder verlassen.

Das vorübergehende Chaos zeigt, welche Menschenmenge sich da auf den Weg gemacht hatte, um diesem Ereignis live beiwohnen zu können, das es aber in jeder Hinsicht Wert war, die kleinen Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Das von vielen Seiten befürchtete, absolute Chaos war allen Unkenrufen zum Trotz - erfreulicherweise ausgeblieben!

Kurz vor 15 Uhr können wir erschöpft und abgekämpft, jedoch sehr glücklich und zufrieden, die Rückfahrt antreten.
Gegen 16 Uhr sind wir wieder wohlbehalten daheim in Schwabhausen.
Mit schönen Erinnerungen und einem unbeschreiblichen Gefühl!

Der Tag hat gelebt, wir durften ihn unter weiß-blauem Himmel erleben.
Gott sei dank!                                        

Text: Kurat Dr. Jean de Dieu Mvuanda

Hier ist die Begrüßung des Papstes im Original:

"Liebe Schwestern und Brüder!

Zunächst möchte ich Euch alle ganz herzlich begrüßen:
Ich freue mich, dass ich wieder einmal bei Euch sein darf,
mit Euch Gottesdienst feiern darf; dass ich noch einmal die vertrauten Stätten besuchen kann, die mein Leben geprägt,
mein Denken und Fühlen geformt haben;
die Orte, an denen ich glauben und leben gelernt habe.
Es ist eine Gelegenheit, all den vielen Lebenden und Verstorbenen zu danken, die mich geführt und begleitet haben.
Ich danke Gott für diese schöne Heimat und für die Menschen,
die sie zur Heimat gemacht haben und machen."

(Text-Auszug aus dem Manuskript vom 10.09.06)

Mehr über den eindrucksvollen Gottesdienst
und über den Papstbesuch
finden Sie hier
auf der Seite von unserem ERZBISTUM München-Freising
und hier bei der Papst-Besuchs-Zusammenfassung!
 

Hier finden Sie ALLE Begrüßungen,
Reden, Ansprachen und Predigten von Papst Bendikt XVI.
während des gesamten Besuches vom 09.09. - 14.09.2006!

Letzte Aktualisierung: 07.09.2011